Rezension | »Unfollow«

»Unfollow«

Nena Schink

Verlag: Eden books

Genre: Ratgeber

Seiten: 240  Erscheinungsdatum: 07.02.2020

ISBN: 978-3-95910-262-9 Preis: 14,95 €

R E Z E N S I O N S E X E M P L A R

Inhalt: 

Nena Schink ist süchtig. Ihre Droge: Instagram. Alles beginnt mit einem Experiment: Für das Jugendportal vom Handelsblatt soll sie selbst zur Influencerin werden. Nena, die sich sonst wenig um die Meinung anderer schert, bettelt nun bei ihren Freundinnen um Likes und Kommentare. Sie räkelt sich vierzig Minuten lang im Bikini auf einer Wassermelonen-Luftmatratze, die sie nur fürs Foto mit in den Urlaub genommen hat.

All das kostet sie Zeit. Lebenszeit. Zwei Stunden täglich. 14 Stunden wöchentlich. 672 Stunden jährlich. Das sind 28 Tage, ein ganzer Monat. Verschwendet an Instagram. Nena beginnt sich zu fragen: Warum sexualisiert sich eine Generation, die alle Chancen hat, freiwillig? Wieso machen wir uns abhängig von einer virtuellen Scheinwelt? Für die Influencerinnen ist Instagram ein Geschäft. Mehr nicht. Die Währung: Follower und Likes. Aber worin besteht eigentlich ihr Job? Warum investieren große Mode- und Kosmetikfirmen Tausende von Euros in die Mädchen hinter den Accounts?

Nena will es wissen, taucht ein in die funkelnde Instagram-Welt, trifft die Influencerinnen in der Realität, besucht ihre glitzernden Events und beschließt, etwas gegen diese Scheinwelt zu unternehmen. In ihrem Buch zeigt sie auf, warum wir Instagram anders nutzen müssen. Inklusive Lösungsvorschlägen für die eigene Instagram-Nutzung. Ihre Botschaft: Hör auf ein Follower zu sein. Werde zum Influencer deines eigenen Lebens.

(Quelle)

Meine Meinung: 

Mir fällt es unglaublich schwer diesem Buch eine Sterne-Bewertung zu geben und werde wahrscheinlich erst nachdem ich die Rezension geschrieben habe eine endgültige Entscheidung treffen. Ich war wirklich super gespannt auf das Buch, weil Instagram so ein unfassbar interessantes Thema ist und ich es als sehr wichtig empfinde, sein eigenes Social Media Verhalten immer mal wieder zu hinterfragen. Ich würde wahrscheinlich auch so weit gehen und sagen, dass ich in gewisser Weise selber süchtig bin. Ich lege super gerne mein Handy zur Seite und verbringe Zeit offline, aber ich merke immer wieder, wie ich unbewusst trotzdem zu meinem Handy greife. Vor allem stört es mich, dass ich es so oft in die Hand nehme, ohne etwas sinnvolles zu machen, nur um mich von der einen App zur Nächsten zu klicken. Außerdem muss ich zugeben, dass mir in der letzten Zeit auch ein paar nicht so schöne Dinge auf Bookstagram passiert sind und ich gemerkt habe, dass ich oft mal vergessen habe, dass es NUR das Internet ist. Ich hatte das Gefühl, dass das Buch mich genau zum richtigen Zeitpunkt erwischt hat. Aber trotzdem muss ich von vorne rein sagen, dass ich einige Aussagen von Nena nicht unterschreiben würde. Ihr solltet euch auf jeden fall selber eine Meinung bilden!

Es gab eine Zeit, in der ich selber unglaublich vielen Influencern gefolgt bin und tagtäglich deren Leben verfolgt habe. Ich bin auch schon das ein oder andere Mal auf eine Werbung reingefallen und habe Produkte nachbestellt, die mich meistens eher enttäuscht haben. Mittlerweile folge ich nur noch drei Influencern und schau wirklich sehr selten mal in deren Storys vorbei. Ich habe einfach gemerkt, dass es für mich irgendwie eine Zeitverschwendung ist (natürlich nur meine Meinung) und mehr Schein als Sein. Ich finde gut, dass Nena einem durch ihre eigenen Erfahrungen mit Influencern, im Buch das ein oder andere Mal die Augen öffnet. Mich stört es nur, dass sie oft sehr abwertend über spezifische Influencer spricht und Wörter wie „Bloggerinas“ nutzt, die meiner meiner Meinung nach in dem Zusammenhang sehr frauenfeindlich klingen. Man kann natürlich auch nicht alle Influencer über einen Kamm scheren, aber in einigen Punkten stimme ich Nena zu. Sie sagt auch selber, dass es immer Ausnahmen gibt.

Außerdem hat es mir gefallen, dass Nena auch von ihren eigenen Erfahrungen als Influencer berichtet hat. Es war sehr interessant, sie auf ihrer Instagram-Reise zu begleiten. Am Ende jedes Kapitels gab es immer kleine Merkzettel, mit Lektionen, die sie gelernt hat. Allgemein hat mir die gesamte Gestaltung von dem Buch sehr gut gefallen!

Auch, wenn ich nicht all ihren Aussagen zustimme und manche Dinge als ein bisschen „too much“ empfunden habe, möchte ich dem Buch gerne 3,5 Sterne geben. Ich finde einfach, dass Instagram ein super wichtiges Thema ist und es mehr Bücher darüber geben sollte. Social Media kann einfach wirklich gefährlich werden und ich glaube, dass man sich schnell in dieser Scheinwelt verlieren kann! Es ist einfach super wichtig, dass man sein Instagram Verhalten reflektiert und das hat Nena definitiv mit ihrem Buch erreicht!

Bewertung: 3,5/5 Sternen ⭐️

Wie viel Zeit verbringt ihr durchschnittlich auf Instagram? Würdet ihr sagen, dass ihr süchtig seid? Ich bin auf eure Antworten gespannt!

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